1. Tag

Genny´s Logbuch

TAG 1

Mittwoch

28.01.15


5:30 Uhr. Die Kabine gleicht einem Ameisenhaufen, alle sind positiv angespannt und jeder hat ein Grinsen im Gesicht.
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© Patrick Meinhardt

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Keiner will etwas vergessen, prüft alles zweimal und Raimo ist im Dauereinsatz. Es geht wieder nach Kanada und diesmal in den Westen – nach Calgary. Obwohl es die dritte Reise ins Mutterland des Eishockeys ist und man schon von einer kleinen Tradition sprechen kann, soll keiner glauben, dass es bei mir nicht auch kribbelt. Die Jungs waren aber auch irgendwie relaxt und halfen, wenn Hilfe nötig war.
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Die Eishockey-Taschen wurden in einen Transporter verladen, der Bus von Dr. Hermann-Reisen kam um 6.45 Uhr. Unser Busfahrer Kalle, der sonst die Füchse Berlin fährt, freute sich schon auf uns. Um 7.00Uhr ging es dann pünktlich wie in Raimos Plan vorgesehen nach Tegel.
Trotz der Baustellen auf der Seestraße landeten wir bereits um 7.45Uhr am Airport, alle packten beim Entladen mit an. Kurze Zeit später waren die Eisbären Juniors am Gate 5 nicht mehr zu übersehen.
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Zur Freude aller begrüßten uns der Eisbären-Manager Stefan Ustorf und einige Profis. Sie waren auf dem Weg nach Ingolstadt, wo heute Abend ein Punktspiel gegen die Schanzer stattfindet. Nach kurzen Small-Talk und gegenseitigen Guten Wünschen, verabschiedeten wir uns.
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Kurz darauf begann der Check-in. Wir sollten alle über einen Schalter einchecken und die dort tätige Dame wirkte etwas verängstigt. Da die Eishockeytaschen alle über den Sperrgepäck-Schalter mussten, der sich am Ende des Flughafens befand, hatten die Jungs gleich ein wenig Bewegung. Um 9.00Uhr gab es dann die erste Überraschung.
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Unser allseits geliebter Bäcker Rainer Schwadtke aus der Bölschestraße in Friedrichshagen, der dieses Jahr leider nicht an der Reise teilnehmen kann, machte sich trotzdem Sorgen und lieferte für die Reisegruppe ein reichhaltiges Frühstück. Beim Anblick von Baguette und Kuchen stieg die Stimmung augenblicklich. Das Rainer dann auch noch einen Scheck überreichte, machte die Überraschung komplett.
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Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, konnten wir um 10.40Uhr nach London starten. Da der Tag früh begonnen hatte, fanden die meisten nach dem Startmanöver schnell in den Schlaf. Spätestens beim Landeanflug auf London waren aber alle wieder munter. Es war ein bisschen wie in der Achterbahn. Als wir bei windigen Bedingungen aufsetzten, hatte der Pilot den Beifall auf seiner Seite. In Heathrow mussten alle noch mal neu einchecken. Auf einmal kam Unruhe auf, denn unser Goalie Eric Steffen vermisste seinen Reisepass. Nach einem kurzen Gespräch mit einem
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Sicherheitsbeamten sollten wir warten und 20 Minuten später war das wichtige Dokument wieder da. Er lag zum Glück noch im Flugzeug. Dies hatte zur aber auch Folge, das Raimo umgehend alle Pässe wieder einsammelte, damit so ein Missgeschick nicht noch mal passieren würde.
Da wir zwei Stunden Zeit hatten, konnte sich in Heathrow jeder frei bewegen. Pünktlich zum Abflug über den großen Teich waren alle wieder anwesend, Raimo teilte die Pässe wieder aus und ab ging es im Dreamliner nach Calgary. Jeder richtete sich so angenehm wie möglich ein, das Bordpersonal war sichtlich bemüht und so vergingen die 9 Stunden Flug recht angenehm. Beim Landeanflug auf Calgary war es noch hell und es waren riesige Felder ohne einen einzigen Baum zu sehen. So bekam man zumindest im Ansatz eine Vorstellung von der Größe und Weite des Landes.
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Bei der Einreise war mein Grenzbeamter etwas mürrisch und so schickte er mich zur Immigration-Aufnahme. Denen erzählte ich, das Deutschland ein ‚Great Country‘ wäre, ich mit den Eisbären Berlin zum Hockey spielen gekommen bin und nicht einwandern will. Das interessierte ihn nicht so richtig und er sagte mir, dass er Fußball- Fan sei und im September mit seinem Sohn nach Deutschland kommt. Als ich ihm sagte, da können wir uns ja mal Treffen, hat er mich gehen lassen. Da jedoch die Gepäckklappen am Flugzeug eingefroren waren, mussten wir über eine Stunde auf unser Gepäck warten.
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Am Zoll stand derselbe Beamte. Ich sagte ihm ‚no Immigration‘ und prompt wurde ich von dem irgendwie angefressenen Beamten gleich noch zur Gepäckkontrolle geschickt. Aber dort stand eine nette, entspannte Lady und nach dem ich ihr glaubhaft versichert habe, keine Waffen im Gepäck mit zu führen, durfte ich wieder gehen.
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Der Bus wartete schon. Wie immer hatten wir Probleme, alles zu verstauen. Also hieß es, zweimal fahren. Im Hotel angekommen, war noch die Zimmer-Aufteilung und Abendbrot angesagt und dann wollten alle nur noch ins Bett.
Mehr Bilder und Informationen sind für alle Interessierten über www.meini.de zu erhalten.
Bis zum nächsten Bericht Euer
Andreas Gensel